Die Geschichte des 1. FC Alemannia Hamberg e.V.

 

 

Die Geschichte des Ballsports geht zwar weit zurück bis ins Altertum, doch erst 1900 wurde der Deutsche Fußballbund gegründet und 1902 das erste Meisterschaftsspiel ausgetragen. Als um die Jahrhundertwende der Fußballsport im deutschen Lande immer mehr an Popularität erlangte, stand auch in dem kleinen, 400 Einwohner zählenden Dorf Hamberg, in dem es schon seit 1886 einen Turnverein gab, das braune Leder im Mittelpunkt des Sportgeschehens.

Die ländlichen Gemeinden begeisterten sich immer mehr für diese Sportart, so dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sich hier im Jahre 1909 einige beherzte junge Männer zusammenschlossen, um im Gasthaus "zum grünen Wald" den Hamberger F.C. aus der Taufe zu heben.

Unter der Leitung des damaligen 1. Vorsitzenden, Otto Gall, konnten in den Jahren 1909 bis Anfang des Ersten Weltkrieges laufend Spiele mit den benachbarten Fußballvereinen, sowie mit Vereinen aus Pforzheim ausgetragen werden. Verbandsspiele, wie auch Pokalspiele und Sportfeste, gab es zur damaligen Zeit noch nicht, obwohl auch schon zu dieser Zeit die Spiele einen gewissen lokalen und fanatischen Charakter besaßen.


Das einzige, das dem Verein zu dieser Zeit noch fehlte, war ein Fußballplatz. Die Spielfeldsuche bereitete große Schwierigkeiten. So war es auch nicht verwunderlich, dass damals der Spielbetrieb anfangs auf fremden Wiesen stattfand. Die Besitzer ,der Wiesen waren darüber aber sehr erbost, so dass es des öfteren zu Reibereien kam. Deshalb wurden Fußballspiele damals häufig unterbrochen oder kurz vor Beginn abgesagt.

Doch die jungen Spieler hatten immer eine Rolle Faden dabei und suchten schnell eine andere geeignete Wiese. Mit dem Faden wurde das Spielfeld eingemessen und die Torlatten neu aufgestellt. So konnte das Spiel weitergehen bis der nächste Wiesenbesitzer davon erfuhr und die jungen Kicker vertrieb. Nach den Spielen haben sich die Aktiven an einem öffentlichen Brunnen oder anderen zugänglichen Wasserquellen gewaschen. Auch der Brunnen in Steinegg war dafür sehr beliebt.


Man kann verstehen, dass die Spieler immer mehr darauf drängten einen vereinseigenen Platz zu besitzen. Doch mangels eines geeigneten Grundstücks und der nötigen Finanzen, konnte zunächst nicht an die Erstellung eines Sportplatzes gedacht werden.


Nun kam jedoch für den jungen, noch am Anfang der Entwicklung stehenden Fußballverein, sowie für alle Vereine im damaligen Deutschland ein Tiefpunkt, der schwer zu überbrücken war. Im Jahre 1914 brach unter der Regierung von Kaiser Wilhelm der Erste Weltkrieg aus. In dieser Zeit bis zum Jahre 1918 wurden sämtliche Sportveranstaltungen eingestellt.

Die Härte und Erbarmungslosigkeit dieses Krieges forderte unter den aktiven und passiven Mitgliedern erhebliche Opfer. Dieser erste Abschnitt der Hamberger Fußballgeschichte, der von freudigen Ereignissen und traurigen Schicksalen gekennzeichnet war, findet hier sein Ende.


Die Nachkriegsstimmung in ganz Deutschland war erdrückend. Die durch Armut und große Trauer gekennzeichneten Bürger dachten zunächst nicht mehr an den Sport. Viele mussten wieder von vorne anfangen. Wieder aufbauen, was man früher sein Eigentum nannte und nun durch den Krieg zerstört wurde. Aufgrund der hohen Anzahl Gefallenen war es zunächst nicht möglich, den Spielbetrieb wieder aufzubauen.


Erst als sich der finanzielle, wie auch kulturelle Zustand im Lande etwas verbessert hatte, wurde dieser Stillstand überwunden.

 

Fortsetzung folgt!

 

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